Mödlareuth am 18.03.2007 - 43 Jahre danach... Seite 06

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Das erstaunt den ehemaligen Grenzschutzbeamten. Der Eingang zum Museum von Mödlareuth und davor das Denkmal für einen NVA-Angehörigen. Erstaunlich, denn das Museum liegt auf der Seite Bayerns. Welche Überlegungen haben dazu geführt, diese Figur dort aufzustellen? Im Museum konnte mir keiner eine Auskunft geben. Wem soll mit dieser Figur gedacht werden? Ein erklärender Hinweis wäre von Vorteil, damit keine Interpretationen offen bleiben.

Es gab ihn, den Kontakt zu den NVA-Angehörigen. Ein Grenztruppjäger erzählte: "Als wir an einem heißen Sommertag Grenzstreife liefen, machte unser Gruppenführer das Zeichen für absolute Ruhe. Wir waren in einem Waldstück in der Nähe des Tannbachs. Eine Grenzstreife von "drüben" hatte es sich gemütlich gemacht. Man lag in der Sonne, hatte einen Teil der Uniform abgelegt, die Stiefel ausgezogen und sich auch der Bewaffnung entledigt. Einer stand im Bach und machte Bewegungen, als wollte er Fische fangen. Als die sich nähernden BGS-Beamten erst im letzten Moment wahrgenommen wurden, war der Schreck groß. Unser Gruppenleiter entspannte die Situation und meinte harmlos: "Na, Ihr macht wohl 'ne Pause..." Während die "anderen" ihre sieben Sachen aufsammelten, kam es zu einem kurzen belanglosen Gespräch, dem Austausch von Zigaretten und dann war das ganze schon wieder vorüber. Was mir heute wie eine Ewigkeit vorkommt, weil ich es immer wieder vor meinem geistigen Auge als Zeitraffer sehe, war eine Episode von vielleicht gerade einmal fünf Minuten."